Frauen I - 2. Bundesliga
Borussia Mönchengladbach – SVW 1:0
13.03.2016

Mönchengladbach – Wieder boten die Weinberger Zweitliga-Fußballerinnen gegen einen Aufstiegsaspiranten einen großen Kampf, mussten mit dem 0:1 bei Borussia Mönchengladbach letztendlich die Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten. Ärgerlich zudem, dass es wieder ein sehr unglückliches Gegentor war.

Passend zur Weinberger Verletzten- und Krankenmisere setzten am Samstag bei der Anreise Kapitänin Nina Heisel auch noch Magen- und Darmprobleme ein. Sie musste dann gestern bereits in der 1. Hälfte entkräftet ausgewechselt werden.

Wie auch in den letzten Spielen versuchte der SVW aus einer tief stehenden Abwehr heraus gegen den Titelaspiranten zu bestehen und wollte nicht ins offene Messer laufen. Die Borussen-Damen fanden während des gesamten Spiels gegen die diszipliniert auftretenden und aufopferungsvoll kämpfenden Weinbergerinnen wenig Mittel, um zu zwingenden Torchancen zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer gestalteten die Gäste die Partie immer ausgeglichener.

In der 23. Minute hatte Annika Kömm eine gute Möglichkeit, doch wurde der Ball zur Ecke abgeblockt. Nur zwei Minuten später fiel der glückliche Führungstreffer der Gastgeberinnen: Ein verunglückter Flankenball von Kelly Simons senkte sich zum 1:0 unhaltbar für Anke Gülpers ins Netz. Bis zur Halbzeit sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, das zunächst keine weiteren zwingenden Torchancen zu bieten hatte.

Die „dritte Luft“

Nach Wiederanpfiff machte Mönchengladbach zunächst mächtig Druck und Weinberg konnte nur selten Entlastungsangriffe starten. Doch die Borussen fanden auch weiterhin kein Mittel, um sich zwingende Chancen zu erspielen. Beim SV Weinberg schienen ab der 70. Minute wegen des laufintensiven Spiels die Kräfte zu schwinden, doch in den letzten zehn Minuten kam so etwas wie „die dritte Luft“ und die Gastgeberinnen wurden jetzt unter Druck gesetzt- Weinberg wollte unbedingt den Ausgleich erzielen. Allein in der Nachspielzeit wurden drei Eckbälle erzwungen, und mit der letzten Aktion lenkte Gladbachs Keeperin Jasmin Hamann mit einer Glanzparade nach Freistoß von Sarah Hofmann den Ball über das Gehäuse.

Fazit: Trotz der großen Verletztenmisere lieferte Weinberg dem Favoriten wieder einen großen Kampf – und zwar alle Spielerinnen, die auf dem Feld standen. Und alle Auswechselspielerinnen sowie die verletzten SVW-Fußballerinnen, die lange Reise mitgemacht hatten, feuerten ihr Team lautstark an. Mit dieser Moral sollten in den kommenden Wochen die verdienten Früchte geerntet werden. Zu hoffen ist, dass so langsam wieder einige verletzte oder kranke Spielerinnen ins Team zurückkehren.

SV Weinberg: Gülpers, Anna Grimm, Staudt, Mendt, Brückner, Kömm, Hopfengärtner, Hofmann, Heisel (42. Schomber), Maren Haberäcker (84. Mara Grimm), Leonie Haberäcker



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