Frauen I - 2. Bundesliga
SVW – TSV Crailsheim 1:2
03.04.2016
So langsam wird die Luft für die Weinberger Bundesligakickerinnen immer dünner. Im Nachholspiel unterlagen sie im Derby letztendlich auch verdient mit 1:2 und verlieren so langsam den Kontakt zum rettenden Ufer.
Mit viel Respekt begegneten sich beide Teams. Spielerische Magerkost und viel Mittelfeldgeplänkel waren angesagt, Torchancen Mangelware. Trotzdem waren die Gäste aus Crailsheim das aktivere Team und hatte im ersten Spielabschnitt mehr Spielanteile, sowie die konsequentere Spielweise über die gesamte Spielzeit. Nach einer halben Stunde hatte sich noch keine Mannschaft eine klare Torchance erspielen können. In der 29. Minute griff die Weinberger Defensive nicht konsequent ein und Julia Klenk fasste sich ein Herz und vollstreckte zum 1:0 Führungstreffer für die Crailsheimerinnen. Nur drei Minuten später hatte Nina Heisel die Möglichkeit zum Ausgleich, doch sie scheiterte an der Crailsheimer Torhüterin Stefanie Kübler.

Nach dem Wiederanpfiff konnte Weinberg das Spiel ausgeglichener gestalten. Doch das große Manko war, dass man so gut wie keine zwingenden Angriffe starten und die Gästeabwehr nicht gefährden konnte. Auch wenn sich die Gäste keine zwingenden Torchancen erspielen konnten, waren ihre Angriffe einfach zielstrebiger und gefährlicher. Zwölf Minuten vor Schluss dann die endgültige Entscheidung: Nach einem weiten Flankenball von der rechten Seite konnte die Weinberger Hintermannschaft nicht konsequent klären und Celine Pollak sorgte mit dem Treffer zum 2:0 für die Vorentscheidung . Erst in den letzten Minuten spielte Weinberg dann zielstrebiger nach vorne, sodass sieben Minuten vor dem Ende Crailsheims Keeperin einen Schuss von Katharina Hampicke zur Ecke abwehren musste, den anschließenden Eckball setzte Hampicke mit dem Kopf über das Gehäuse. In der 89. Minute dann der zu späte Anschlusstreffer. Nach einem Angriff über die linke Seite legte Nina Heisel das Leder auf Annika Kömm ab, die von der Straufraumgrenze mit einem sehenswerten Treffer genau in den Torwinkel auf 1:2 verkürzte. Die letzten Minuten reichten dann nicht mehr zum Ausgleichstreffer und der TSV Crailsheim ging letztendlich als verdienter Sieger vom Platz. Am kommenden Sonntag steht für Weinberg ein entscheidendes Schlüsselspiel an, wenn man beim FSV Hessen Wetzlar antreten muss, der drei Punkte vor Weinberg platziert ist. Bei einem Sieg wären noch einmal alle Möglichkeiten offen, das rettende Ufer bis zum Saisonende zu erreichen, bei einer Niederlage muss man sich voll auf den Relegationsplatz konzentrieren.

SVW: Gülpers, Staudt, Grimm Mara (76. Haberäcker Maren), Grimm Anna, Haberäcker Leonie, Hampicke, Hofmann, Hopfengärtner, Kömm, Wischgoll, Heisel.


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