Frauen I - 2. Bundesliga
SVW – BW Hohen Neuendorf 7:1
22.05.2016

Leutershausen – Der SV Weinberg kann für eine weitere Saison in der 2. Frauen-Bundesliga Süd planen. Dies dank eines tollen 7:1 (2:0)- Erfolges im Hinrundenspiel der Relegation gegen den Zehnten der 2. Bundesliga Nord, BW Hohen Neuendorf. Für die Kickerinnen aus der nördlich von Berlin gelegenen 25.000- Einwohner-Stadt besteht im Rückspiel am kommenden Sonntag wohl nur noch eine theoretische Chance.

Die Gäste aus Brandenburg reisten mit einem beeindruckenden Bus ganz in Magentafarben an und legten insgesamt ein äußerst selbstbewusstes Verhalten im Stadion Lindenhain in Leutershausen an den Tag. Und dass der SV Weinberg durchaus Respekt hatte, zeigte die sehr defensive Taktik. Ein 4-3-2-1 sollte für die nötige Sicherheit sorgen. In der ersten halben Stunde beschnupperten sich beide Mannschaften und spielten sehr abwartend. Die Heimelf versuchte mit einigen Kontern Nadelstiche zu setzen, aber vor allem der letzte Pass war meist zu schlampig gespielt. Und die Gäste?

Die hatten zwar mehr Ballbesitz und waren optisch überlegen, aber am Weinberger Strafraum waren sie mit ihrem Latein am Ende. Die Harmlosigkeit in der Offensive sollte sich im weiteren Spielverlauf mehr als bestätigen.

Die Weichen Richtung Klassenerhalt stellte der Führungstreffer in der 36. Minute: Anne Hopfengärtner passte genau auf den zweiten Pfosten und dort stand Sara Hofmann goldrichtig. Hofmann erlitt kurze Zeit später eine Schulterverletzung, die sie zum Ausscheiden zwang. Knappe 90 Sekunden nach dem Führungstreffer bugsierte SVW-Kapitänin Nina Heisel eine Rössler-Flanke über die Linie und mit dem 2:0 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch eine Mannschaft, nämlich die des SVW. Von den Gästen war nichts mehr zu sehen, einzig Anna Laue fiel noch ein wenig auf und nicht umsonst war es ihr vergönnt, den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:5 zu erzielen. Nina Heisel machte ihrem Ruf als Torjägerin wieder alle Ehre und erhöhte mit zwei Treffern auf 4:0. Beim 3:0 förderte sie eine Ecke von Meike Wischgoll über die Torlinie und das 4:0 resultierte aus einem Alleingang, bei dem sie auch die Torfrau per Lupfer überspielte (55., 58.) . In der 62. Minute zog Leonie Haberäcker auf der rechten Außenbahn einen kurzen Sprint an und ihr genaues Zuspiel verwertete Angelika Rößler zum 5:0. Maren Haberäcker wollte in der 74. Minute ihrer Zwillingsschwester nicht nachstehen und von ihrer Vorarbeit profitierte Annika Kömm zum 6:1. Kömm trat dann noch zweimal kurz vor Schluss in Erscheinung. Erst scheiterte sie nach einem Wischgoll-Pass an Torfrau Jankowska, um dann kurz darauf den 7:1-Endstand herzustellen. Rößler, nach Wischgoll-Pass, und Hopfengärtner, nach Vorarbeit der Haberäcker-Zwillinge, zögerten zu lange mit dem Abschluss um nochmals erfolgreich zu sein. Deutschlands jüngste Bundesligaschiedsrichterin Karoline Wacker (24) aus Marbach am Neckar überzeugte durch ihre ruhige und souveräne Spielleitung.

SV Weinberg: Gülpers – L. Haberäcker, A. Grimm, Staudt, Kömm – Hampicke, Brückner, Rößler (82. M. Grimm) – Hopfengärtner,  Hofmann ( 46. Wischgoll) – Heisel (65. M. Haberäcker).

Tore: 1:0 Hofmann (36.), 2:0, 3:0, 4:0 Heisel (38., 55., 58.), 5:0 Rößler (62.), 5:1 Laue (66.), 6:1, 7:1 Kömm (74., 89.) – Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach am Neckar).- Zuschauer: 400



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