Frauen I - 2. Bundesliga
Bittere Niederlage für den SVW
29.08.2016

Am vergangenen Sonntag stand für die Fußballerinnen des SV 67 Weinberg das erste Saisonspiel 2016/17 bei hochsommerlichen Temperaturen an.

Bei dem Gastgeber, FSV Hessen Wetzlar, handelt es sich nicht gerade um den Lieblingsgegner der Weinberger, da man in den letzten drei Aufeinandertreffen immer leer ausging.

Diese Negativserie wollte man unbedingt durchbrechen und man nahm sich einen Auswärtssieg vor, um ideal in die Saison zu starten.

Man musste zwar weiterhin auf die Leistungsträger Maren und Leonie Haberäcker (Urlaub) und Nina Heisel (Sperre) verzichten, man reiste jedoch trotzdem mit einem guten Gefühl nach Hessen.

Wetzlar kündigte bereits im Vorfeld an, ein hohes Pressing spielen zu wollen, um Weinberg bereits im Spielaufbau unter Druck zu setzen.

Das Team war entsprechend darauf vorbereitet und man wollte sich nicht zu Beginn in der eigenen Hälfte einschnüren lassen.

Das Trainerteam Pfeuffer/Schellenberg/Wittmann setzte daher in den ersten Minuten ebenfalls auf eine sehr offensiv ausgerichtete Spielweise.

Der Gastgeber zeigt sich davon sichtlich überrascht und hatte anfangs Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen.

Doch auch Weinberg hatte Probleme das eigene Spiel aufzuziehen, so dass man sich keine klaren Torchancen erarbeiten konnte.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit fand die Heimmannschaft zu ihrem Spiel und übernahm die Spielkontrolle.

Man hielt zwar im Zweikampfverhalten gut dagegen, brachte sich jedoch durch einfache Fehlpässe und Stellungsfehler selbst in Bedrängnis.

Wetzlar nutzte diese Phase der Unsicherheit und übte Angriff für Angriff Druck auf die Weinberger Defensive aus.

Der starken SV-Keeperin Anke Gülpers war es zu verdanken, dass man zu diesem Zeitpunkt nicht in Rückstand geriet, als sie zwei 1-gegen-1-Duelle mit der gegnerischen Stürmerin für sich entscheiden konnte.

Um wieder mehr Sicherheit in die eigenen Reihen zu bekommen, wurde auf eine defensivere Spielweise umgestellt und man beschränkte sich in der Vorwärtsbewegung ausschließlich auf das Konterspiel.

Dies brachte zwar Stabilität in die Abwehrreihe, gleichzeitig strahlte man aber kaum noch Gefahr gegen die gut stehende 4er-Kette des Gegners aus.

Mit dem torlosen Halbzeitstand ging es in die Kabinen und man nutzte die Gelegenheit sich neu zu sortieren.

Es war damit zu rechnen, dass Wetzlar den Druck weiter hoch halten wird, um den erlösenden Führungstreffer zu markieren.

Man wich daher nicht von der defensiven Grundausrichtung ab, um den schnellen Außenspielerinnen aus Hessen möglichst wenig Raum zu geben.

Der Gegner hatte nun Schwierigkeiten sich durchs Mittelfeld zu kombinieren und versuchte über Diagonalbälle und Pässe durch die Schnittstellen der Weinberger 4er-Kette zum Erfolg zu kommen.

Die Abwehrreihe stand nun aber deutlich sicherer und konnte die Angriffsversuche größtenteils abwehren.

Leider schaffte man es nicht, die sich bietenden Konterchancen auszuspielen, da man den letzten Ball oft leichtfertig verspielte oder sich in Zweikämpfe im Mittelfeld verstrickte.

Zudem agierte man in der Offensive meist zu hektisch, was das eigene Kombinationsspiel nicht erleichterte.

Das Spiel näherte sich dem Ende und der Gastgeber mobilisierte noch einmal alle Kräfte für die Schlussoffensive.

Die Weinberger Mädels nahmen den Kampf aber an und gingen ebenfalls an die körperliche Leistungsgrenze.

Dies machte sich jedoch leider bei den darauffolgenden Kontermöglichkeiten bemerkbar, bei denen die Kraft nicht mehr reichte, um schnell und zielstrebig auf das gegnerische Tor zu spielen.

Als nur noch wenige Minuten zu spielen waren, freundete man sich auf Weinberger Seite schon mit der Punkteteilung an und man wollte kein Risiko mehr eingehen.

Der Plan ging auch bis zur 93. Minute auf, als eine Standardsituation leider doch für die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber fiel.

Nach einem Eckball von Wetzlar wurden gleich drei Weinbergerinnen im Strafraum durch Aufstützen zu Boden gebracht, so dass der Ball freistehend ins linke Toreck befördert werden konnte.

Dies wurde jedoch durch die ansonsten gut leitende Schiedsrichterin übersehen und der Treffer zählte.

Unmittelbar danach pfiff die Unparteiische das Spiel ab und die Enttäuschung in den Weinberger Reihen war groß.

Der FSV Hessen Wetzlar geht zwar als verdienter Sieger vom Platz, die Art und Weise wie die Niederlage aber besiegelt wurde, hätte jedoch bitterer nicht sein können.

Leider verlief der Start in die noch junge Saison somit nicht ideal und man wird weiter an den eigenen Schwächen arbeiten müssen, um gegen künftige Gegner bestehen zu können.

Es gilt nun, die Niederlage schnellst möglichst aus dem Kopf zu bekommen, da bereits am kommenden Sonntag der nächste schwere Gegner auf den SVW wartet.

Dieses Mal geht es auf heimischen Rasen gegen den Aufsteiger aus Niederkirchen, der bereits im ersten Spiel (2:2 gegen TSV Schott Mainz) zeigte, dass mit ihm gerechnet werden muss.

Es spielten:

Gülpers, Hampicke, Schellenberg, Kohl (Grimm A.), Gerlinger, Brückner, Hofmann (Riess), Rößler, Hofrichter, Kardovic, Schomber (Wischgoll)



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