Frauen I - 2. Bundesliga
SC Sand II – SVW 3:0
12.09.2016

Willstätt – Sand: SVW tritt Heimreise mit leeren Händen an

 

Am heutigen Sonntag bestritt die 1. Damenmannschaft des SVW ihr drittes Saisonspiel beim SC Sand II.

Obwohl der Gastgeber in den ersten beiden Spielen leer ausging, stellte man sich auf eine spielstarke Mannschaft ein, die vor allem von ihrer individuellen Qualität lebt.

Ansonsten lagen dem Trainerteam Pfeuffer/Schellenberg/Wittmann relativ wenig Informationen über den Gegner vor, weshalb im ersten Durchgang auf eine sehr defensive Spielweise gesetzt wurde, um nicht ins offene Messer zu laufen.

Der SVW kam eher mäßig ins Spiel und Sand ließ den Ball gekonnt in den eigenen Reihen laufen.

Besonders auffällig waren hierbei drei Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft, die auf den Schlüsselpositionen Innenverteidigung, zentrales Mittelfeld und Sturm verteilt waren.

Denn der SVW hatte trotz der defensiven Grundausrichtung Probleme, deren Passspiel durch die Zentrale zu unterbinden.

Als man sich langsam auf die Spielweise des Gegners eingestellt hat, sorgte ein Sonntagsschuss der Gastgeber in der 11. Spielminute für einen frühen Rückstand.

Eine Freistoßflanke aus 35 m und nahe der Seitenauslinie senkte sich unglücklich und schlug direkt im Torwinkel zum 1:0 ein.

Der glückliche Treffer der Sander sorgte für einen kurzen Schockmoment, doch die Weinberger Mädels nahmen das Tor als Weckruf an und versuchten sich ins Spiel zu kämpfen.

Der Gastgeber spielt jedoch weiter gefällig auf und hätte in der 21. Minute fast nachgelegt, als eine Spielerin nach einem Schnittstellenpass alleine auf SVW-Keeper Gülpers zulief.

Gülpers behielt aber die Ruhe und klärte in höchster Not.

Danach schien der Bann gebrochen und Weinberg übte von Minute zu Minute mehr Druck auf den Gegner aus.

Man schaffte es zwar zu diesem Zeitpunkt nicht, sich klare Torchancen zu erarbeiten, doch der Gegner fand kaum noch Mittel, um sich aus dem Pressing zu befreien.

In der 35. Spielminute wäre die intensive Spielweise der Weinberger beinahe belohnt worden.

Ein Konter des SVW wurde zwar noch geblockt, doch die anschließende Ecke brachte den SC Sand II in höchste Not.

Außenverteidigerin Lea Gerlinger stieg am höchsten, doch ihr wuchtiger Kopfball wurde gerade noch auf der Linie geklärt.

Das Selbstvertrauen kam langsam zurück und der Druck auf die Gastgeber stieg.

In dieser Druckphase musste der SVW aber leider den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Nach einem abgewehrten Angriffsversuch, fing man sich erneut einen gefährlichen Konter ein, den die Sander eiskalt ausnutzten.

Über drei Stationen spielten sie blitzschnell in die Zentrale, wo die Sander Stürmerin trocken zum 2:0 abschloss und Gülpers hierbei keine Chance ließ.

Mit dem unglücklichen aber nicht unverdienten 2-Tore-Rückstand ging es dann in die Kabinen.

Im Gegensatz zur Vorwoche ließ man die Köpfe jedoch nicht hängen und ging hochmotiviert in die zweite Halbzeit.

Da man nun unter Zugzwang stand, setzte das Trainerteam auf eine sehr offensive Grundausrichtung und ein intensives Pressing.

Die Weinberger Mädels setzten dies trotz der hochsommerlichen Temperaturen beeindruckend um und ließen dem Gegner ab Wiederanpfiff keinen Raum mehr für einen geordneten Spielaufbau.

Sand zeigte sich hiervon überrascht und fand kaum noch Mittel, sich aus dem Druck zu befreien.

So war es eine Frage der Zeit, bis auch Weinberg zu klareren Torchancen kommt.

Doch das Glück war auch an diesem Tag nicht auf der Weinberger Seite.

Zuerst köpfte Heisel nach einer Flanke von Rößler knapp drüber (51.), bevor ein Schuss von Angelika Rößler knapp am Tor vorbei strich (53.).

Nur zwei Zeigerumdrehungen später schlug Katharina Hampicke einen Freistoss in den gegnerischen Strafraum, der von einer Verteidigerin beinahe per Kopf ins eigene Tor befördert wurde, jedoch wenige Zentimeter neben dem Pfosten landete.

Der Anschlusstreffer lag in der Luft und wäre mittlerweile auch äußerst verdient gewesen.

Doch auch die Gastgeber blieben mit Kontern gefährlich und hätten in der 60. Minute beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, doch Gülpers klärte erneut überragend in einer 1 gegen 1-Situation.

Weinberg ließ sich danach aber nicht beirren und drängte weiter auf den Anschlusstreffer.

Vor allem die eingewechselte Anna Hofrichter sorgte auf der rechten Seite für viel Gefahr und bereitete ihrer Gegenspielerin einige Probleme.

Obwohl man mittlerweile die Spielkontrolle übernommen hat, wollte der Ball einfach nicht ins Tor und man scheiterte Angriff für Angriff an der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber.

In der 65. Minute hatte man den Torschrei schon fast auf den Lippen, als die aufgerückte Spielertrainerin Christina Schellenberg nach einer Ecke freistehend zum Kopfball kam, aber knapp drüber köpfte.

Die Zeit wurde langsam knapp und Weinberg brauchte dringend einen Treffer, um wenigstens noch die Hoffnung auf einen Unentschieden am Leben zu halten.

Die Viererkette wurde daher auf eine Dreierkette reduziert und das Trainerteam legte in der Offensive nach.

Doch es bot sich nach wie vor das gleiche Bild.

Weinberg drückte und entschied einen Großteil der Angriffe für sich, doch schaffte es nicht, den Ball im Tor unterzubringen.

Kurz vor Schluss wurde die Niederlage aber dann doch besiegelt, als Sand einen Konter konsequent ausspielte und auf 3:0 erhöhte, was gleichzeitig auch der Endstand war.

 

So ging der SVW erneut leer aus und musste wieder eine bittere Niederlage hinnehmen.

Der Sieg für Sand war zwar nicht unverdient, doch Weinberg hätte aufgrund der sehr starken zweiten Halbzeit mindestens ein Unentschieden verdient gehabt.

Man steht nun mit Null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und muss dringend punkten, um nicht dauerhaft dort zu verweilen.

Der enorme Wille des Teams und die stetige Entwicklung seit dem Saisonstart, lässt das Trainerteam aber hoffen, dass der Knoten bald platzt und man endlich den ersten Dreier einfahren wird.

 

Es spielten:

Gülpers, Gerlinger, Schellenberg, Kohl (Hofmann), Grimm A., Hampicke, Brückner, Rößler, Riess (Hofrichter), Kardovic (Schomber), Heisel



Zu den Frauen I Letzte Berichte der Frauen I Termine der Frauen I