Frauen I - 2. Bundesliga
TSV Crailsheim – SVW 1:2
09.10.2016

Crailsheim: SVW zieht ins Achtelfinale ein

Am heutigen Sonntag bestritt der SVW die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal gegen den Ligakonkurenten TSV Crailsheim.

Das Spiel hatte neben dem möglichen Einzug ins Achtelfinale für beide Mannschaften enorme Bedeutung.

Durch den schlechten Start beider Teams in die Saison wurde dringend ein Erfolgserlebnis benötigt, um mit gestärktem Selbstbewusstsein in die kommenden Spiele zu gehen.

Es war daher von vornherein klar, dass sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen und man sich auf ein kampfbetontes Spiel einstellen konnte.

Der TSV Crailsheim erwischte den besseren Start und drückte ab der 1. Spielminute aufs Gas.

Die erste Chance des Spiels hatten jedoch die Weinberger in Person von Spielertrainerin Christina Schellenberg, als sie einen Eckball neben das Tor köpfte.

Die Gastgeber ließen sich hiervon aber nicht sonderlich beeindrucken und spielten weiter munter nach vorne.

Vor allem mit den langen Bällen der Crailsheimer hatte die ansonsten gut stehende Viererkette um Abwehrchefin Katharina Hampicke immer wieder Probleme.

In der 7. Spielminute musste man auf Weinberger Seite bereits die kalte Dusche hinnehmen.

Nach einem Eckball schaffte man es nicht in den Luftzweikampf zu kommen, so dass die großgewachsene Spielerin des TSV keine Mühe hatte, ins linke Toreck einzuköpfen.

Der frühe Rückstand sorgte aber glücklicherweise nicht für hängende Köpfe bei den Weinberger, sondern die Mädels zeigten erneut Charakterstärke.

Man steckte nämlich nicht auf und kämpfte sich nach und nach ins Spiel.

In der 23. Minute wurde die gute kämpferische und mittlerweile auch spielerische Leistung fast belohnt.

Erneut war es Schellenberg, die nach schönem Zuspiel frei zum Abschluss kam. Leider traf sie den Ball nicht optimal, so dass dieser knapp am rechten Pfosten vorbeiging.

Im direkten Gegenzug hatte aber auch der TSV Crailsheim einen weiteren Treffer auf dem Fuß, doch die durchgebrochene Stürmerin zeigte im 1-gegen-1 mit SVW-Keeperin Anke Gülpers Nerven und schoss den Ball über das Tor.

Der SVW ist mittlerweile komplett im Spiel angekommen und erzielte in der 45. Minute den erlösenden Ausgleichstreffer.

Zuerst scheiterte zwar Julia Brückner aus kurzer Distanz an der Torhüterin, doch den anschließenden Abpraller verwandelte Schellenberg sicher zum viel umjubelten Ausgleich.

Der Treffer hätte für die Weinberger zu keinem besseren Zeitpunkt fallen können, da das Team nun wieder an den Sieg glaubte.

In der Halbzeitpause sah das Trainerteam in hochmotivierte und zuversichtliche Gesichter, den allen war klar, dass der Einzug in die nächste Runde in greifbarer Nähe ist.

Doch auch die Gastgeber nahmen sich für den zweite Durchgang einiges vor und versuchten den SVW weiterhin durch lange Bälle in Verlegenheit zu bringen.

Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte konnte man einen Schlagabtausch auf Augenhöhe sehen, wobei sich der SVW mehr und mehr Spielanteile erarbeitete.

In der 72. Minute folgte dann die entscheidende Szene des Spiels.

Nina Heisel tankte sich auf der rechten Außenbahn durch und legt quer auf die eingewechselte Mona Schomber.

Diese nahm den Ball direkt und schoss den Ball aus sehr kurzer Distanz gegen den Arm einer Abwehrspielerin.

Die Unparteiische zögerte keine Sekunde und entschied auf Strafstoß für den SVW.

Der Elfmeterpfiff war zwar extrem unglücklich für die Gastgeber, da ihre Spielerin eigentlich keine Chance hatte, dem Ball auszuweichen, doch wenn man bedenkt, dass der Ball aus kurzer Distanz Richtung Tor geflogen wäre, war der Pfiff durchaus berechtigt.

Nina Heisel nahm sich ein Herz und legte sich die Kugel zurecht.

Beim platziert getreten Flachschuss ins linke Ecke, hatte die TSV-Keeperin keine Chance und es stand 1:2.

Die restlichen zwanzig Minuten Spielzeit waren geprägt durch viele Zweikämpfe und Fouls, so dass auf beiden Seiten kein wirkliches Kombinationsspiel aufgezogen werden konnte.

Die Heimmannschaft drängte zwar mit allen Mitteln auf den Ausgleichstreffer, doch der SVW ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Die Erleichterung nach den teils sehr bitterne Niederlagen der letzten Wochen war groß und den Spielern und Verantwortlichen deutlich anzumerken.

Der Siegtreffer fiel zwar für den SVW glücklich, doch alles in allem war der Sieg keineswegs unverdient.

Der SVW zieht somit erstmals in der Vereinsgeschichte in das Achtelfinale des DFB-Pokals ein und darf sich in der nächsten Runde mit den besten 16 Mannschaften Deutschlands messen.

Trotz der misslichen Lage in der 2. Bundesliga kann man auf Weinberger Seite sehr stolz auf diese Leistung sein und man wird im Achtelfinale alles dafür tun, dass diese Reise weitergeht.

Es spielten:

Gülpers, Hampicke, Grimm, A., Grimm M., Haberäcker, L., Haberäcker, M. (Schomber), Brückner, Hofmann (Kardovic), Rößler, Schellenberg (Hübsch), Heisel



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