Frauen I - 2. Bundesliga
TSV Schott Mainz – SVW 4:1
22.11.2016

Am vergangenen Sonntag war der SVW zu Gast beim TSV Schott Mainz.

Obwohl man als klarer Außenseiter in die Partie ging, nahm man sich fest vor, endlich zu punkten, um den Abstand zum angestrebten Relegationsplatz nicht noch größer werden zu lassen.

Da Sand II, die derzeit den Relegationsplatz belegen, bereits am Samstag gegen den 1. FC Saarbrücken verloren, ergab sich die große Chance, den Abstand auf 4 Punkt zu verringern.

Das Team ging daher hochmotiviert in die Partie und kam perfekt ins Spiel.

Das Trainerteam Pfeuffer/Schellenberg/Wittmann setzte ab der ersten Minute auf ein intensives Angriffspressing, um den Gegner sofort unter Druck zu setzen.

Bereits nach einer Spielminute hätte sich die gewählte Taktik bereits fast ausgezahlt.

SVW-Stürmerin Nina Heisel setzte die Mainzer Keeperin bei einem Rückpass unter Druck, so dass diese den Ball direkt in die Füße von Spielertrainerin Christina Schellenberg spielte.

Schellenberg fackelte nicht lange und zog aus ca. 16 Metern ab.

Leider strich der Ball um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei und es wurde nichts aus dem frühen Führungstreffer.

In der 17. Spielminute durfte man auf Weinberger Seite aber dann doch jubeln.

Sara Hofmann nahm sich bei einem Freistoß aus ca. 20 Meter Torentfernung ein Herz und zirkelte diesen direkt in den linken Torwinkel.

Die Freude war groß, da man bei fast allen bisherigen Spielen immer einem Rückstand hinterherlaufen musste.

Doch leider war die Freude nur von kurzer Dauer, da die Gastgeber im direkten Gegenzug den 1:1-Ausgleich erzielten.

Die Mädels spürten jedoch, dass an diesem Tag etwas zu holen ist und ließen die Köpfe nicht hängen.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und beide Mannschaften drängten auf die Führung.

Als beide Teams sich schon mit dem Remis zur Halbzeit anfreundeten, musste der SVW wieder einmal einen bitteren Rückschlag hinnehmen.

In der 4. Minute klärte SVW-Keeperin Anke Gülpers einen Distanzschuss zur Ecke.

Der anschließende Eckball segelte zuerst an Freund und Feind vorbei, wurde aber aus dem Getümmel doch irgendwie in Richtung Tor gebracht.

Rechtsverteidigerin Leonie Haberäcker stand zwar goldrichtig, kam jedoch beim Klärungsversuch in Rücklage, so dass der Ball ins Tor kullerte.

Mit dem 2:1-Rückstand ging es in die Kabinen und es war dem Team deutlich anzumerken, dass man sich durch den Treffer nicht entmutigen lassen will.

Trotz der enormen Motivation kamen die Mädels nicht gut in die zweite Halbzeit und man fand vor allem im Mittelfeld keinen Zugriff mehr.

Diese Schwächephase des SVW nutzen die Mainzer eiskalt aus und erzielten binnen 3 Minuten zwei weitere Treffer.

Zuerst zog die Mainzer Torjägerin Marleen Schimmer nach einem Abpraller direkt ab und wuchtete den Ball scharf in die Maschen.

Kurz danach scheiterte ein Klärungsversuch und die Mainzer mussten nach zwei Passstationen nur noch einschieben.

Die Enttäuschung war groß, doch der SVW nahm die Gegentore als Weckruf an und fand fortan wieder besser ins Spiel.

Bis zum Ende der Partei zeigte sich jedoch das gleiche Bild.

Beide Teams gingen ein hohes Tempo und kamen zu Torchancen, doch leider schaffte man es nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen und man musste sich erneut geschlagen geben.

Das Ergebnis lässt zwar auf eine klare Angelegenheit schließen, fiel jedoch für die gezeigte Leistung zu deutlich aus und ein Unentschieden wäre mehr als verdient gewesen.

Leider zählen am Ende nur die Tore und nicht die Leistung, so dass man dringend an der eigenen Kaltschnäuzigkeit und Effizienz arbeiten muss.

Möglicherweise kommt die längere Spielpause in der Liga gerade recht, um die Defizite in diesem Bereich anzugehen.

Das Team zeigte auf jeden Fall, dass noch viel Leben in ihm steckt und macht somit, trotz der misslichen Lage, Mut für die letzten Partien der Hinrunde.

 

Es spielten:

Gülpers, Hampicke, Grimm A., Grimm M., Haberäcker, L., Haberäcker M. (Schomber), Brückner, Hofmann (Hofrichter), Rößler, Schellenberg, Heisel (Riess)



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