Frauen I - 2. Bundesliga
SV Weinberg – SC Sand 0:3
07.12.2016

SV Weinberg unterliegt im DFB-Pokal dem Bundesligisten SC Sand 0:3

Mit einer Pokalüberraschung wurde es nichts für die Fußballerinnen des SV Weinberg.

Beim 0:3 (0:1) bestand trotz eines disziplinierten Auftritts zu keinem Zeitpunkt eine realistische Chance auf ein Weiterkommen.

Das Erreichen des Achtelfinales im DFB-Pokal war schon vor dem Spiel ein Riesenerfolg für den SV Weinberg.

Dass daraus ein noch größerer werden würde, war auch nicht unbedingt zu erwarten.

Immerhin war der Gegner in der vergangenen Pokalsaison erst im Finale gegen de VfL Wolfsburg (1:2) unterlegen, nachdem er im Halbfinale den späteren Deutschen Meister Bayern München mit demselben Ergebnis aus dem Weg geräumt hatte.

In der laufenden Runde schaltete der Tabellensiebte der Bundesliga bereits zwei Zweitligisten souverän aus dem Weg, die in der Tabelle deutlich besser stehen als Schlusslicht Weinberg.

Um ins Viertelfinale einzuziehen hätte es vor knapp 150 Zuschauern in Leutershausen also nicht nur einer Glanzleistung der Gastgeberinnen bedurft.

Zusätzlich erforderlich wäre unkonzentrierte und nachlässige Sanderinnen gewesen.

Beide Voraussetzungen traten jedoch nicht ein, auch wenn die Gäste einen ziemlich uninspirierten Auftritt hinlegten.

Zwar kündigte SC-Coach Colin Bell, mit dem 1. FFC Frankfurt vor eineinhalb Jahren Champions-League-Sieger, dem Weinberger Co-Trainer Philipp Wittmann vor dem Spiel an, dass sein Team in Bestbesetzung mit allen internationalen Topspielerinnen beginnen werde und das Spiel frühzeitig entscheiden wolle.

Doch die Weinbergerinnen machten dem Favoriten das Leben von Beginn an so schwer wie möglich.

Mit einer Fünferkette in der Abwehr und einer Viererkette davor gelang es ihnen, die Räume in der eigenen Hälfte so eng zu machen, dass Sand zwar fast immer in Ballbesitz war, aber so gut wie keine gefährlichen Aktionen hatte.

Da in der anderen Spielfeldhälfte die einzige SVW-Angreiferin Nina Heisel alleine auf weiter Flur stand, bildete sich bei Sand eine 2-5-3-Formation heraus, die sich oft selbst im Wege stand.

Weinberg hätte nach wenigen Minuten sogar in Führung gehen können, doch der Kopfballheber von Christina Schellenberg nach einer Freistoßflanke senkte sich erst knapp hinter der Querlatte aufs Tornetz.

Ein Kopfball auf der Gegenseite landete in der 11. Minute an der Latte, den Abpraller schob Mittelstürmerin Nina Burger zum 0:1 ins Netz.

Auch die zweitbeste Chance in der 40. Minute resultierte aus einem Pfostenabpraller, den SVW-Torhüterin Anke Gülpers jedoch vor der Angreiferin ins Toraus lenkte.

Ideenreicher wurde das Spiel des SC Sand auch nach der Pause nicht.

Entsprechend unzufrieden war Bell an der Seitenlinie.

Der Engländer haderte mit seiner Mannschaft und forderte „die Zwischenräume besser zu besetzen“. Oder wahlweise „einfacher“, „schneller“ und“den Ball in den Lauf“ zu spielen.

Manchmal auch zweisprachig, wenn zum Beispiel „niemand in the Centrum“ war.

Gefährlich war der Erstligist nur , wenn Burger auf die rechte Seite auswich und die Mitte für die eingewechselte Verena Aschauer frei machte.

Auf diese Weise fiel das 0:2 durch Aschauer nach Flanke von Burger kurz nach Wiederanpfiff und auch das 0:3 n der 80. Minute.

Weinbergs Trainer Daniel Pfeuffer wäre von seiner Defensivtaktik nur abgewichen, wenn das 0:1 länger Bestand gehabt hätte.

„Dann hätten wir irgendwann das Risiko erhöht.“

Aber auch ohne Tormöglichkeit, in der zweiten Halbzeit war er mit seiner Mannschaft zufrieden.

„Wir haben uns gut verkauft.“

Die Aufmerksamkeit gilt nun ohnehin der 2. Bundesliga, wo für die Weinberger vor Weihnachten noch zwei Spiele anstehen

Am kommenden Sonntag soll im Derby beim ebenfalls noch punktlosen TSV Crailsheim der erste Sieg her.

Beim 2:1-Erfolg in der 2. Pokalrunde hatte Weinberg ja schon gezeigt wie das geht.

 

Quelle: FLZ Ansbach



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