Frauen I - 2. Bundesliga
SVW – VfL Sindelingen 1:4
20.12.2016

SVW überwintert als Tabellenletzter

In den Schlussminuten kassiert SVW noch zwei Tore – Zeitweilige Überlegenheit nicht in Zahlen ausgedrückt

Der SV Weinberg überwintert auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd und wird es sehr, sehr schwer haben, den n#nächsten Winter noch als Zweitligist zu erleben.

Das ist das Fazit nach der ernüchternden und bitteren Niederlage gegen den neuen Tabellendritten VfL Sindelfingen.

Knapp 100 Zuschauer säumten das Leutershausener Stadion und sahen eine Begegnung, an deren sich einige Spielerinnen des SV Weinberg wie in einem falschen Film vorgekommen sein dürften.

Über weite Strecken der Partie war der Tabellenletzte ebenbürtig und der Taktgeber.

Auch hatten die Gastgeberinnen mehr und bessere Möglichkeiten.

Aber es zieht sich wie ein roter Faden durch diese bisher verkorkste Saison, dass auch eine kleine Überlegenheit dem SVW nicht zu einem Erfolgserlebnis reicht.

Fulminant die Anfangsphase der SVW-Damen. Schon in der 4. Minute zwang Katharina Hampicke mit einem Freistoß aus gut und gerne 25 Metern Gästetorfrau Vanessa Fischer zu einer Glanzparade.

Sechs Minuten später hatte Angelika Rößler Pech bei einem Pfostenschuss.

In der 15. Minute war es aber dann so weit. Sara Hofmann zirkelte einen Freistoß aus 22 Metern ins Tordreieck zur verdienten Führung.

Dass dies aber wieder ein schlechtes Omen sein sollte, stellte sich erst später heraus.

Die Schiedsrichtern hieß an diesem Tage Sonja Kuttelwascher und stand einige Male im Brennpunkt des Geschehens und löste ihre Aufgabe eher durchwachsen als souverän.

Der Weinberger Führungstreffer weckte die Gäste ein wenig aus ihrer Lethargie.

Athanasia Moraitou und Ereleta Memeti vergaben noch, ehe Memeti in der 38. Minute Charoula Dimitrou den Ausgleich auflegte.

Eine Minute darauf rettete SVW-Torfrau Anke Gülpers bei einem Schuss von Stefanie Grimm das Unentschieden.

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste in Führung durch die erst 17-jährige Memeti, die vom linken Strafraumeck das Leder herrlich in die lange Torecke schlenzte.

Die Weinbergerinnen zeigten sich nur kurz geschockt, ergriffen die Initiative und wollten den Ausgleich.

Allerdings waren ihre Offensivbemühungen dann doch zu statisch und zu wenig druckvoll angelegt.

Rößler, Hofmann und Heisel vergaben Möglichkeiten und haderten auch ein wenig mit der Schiedsrichterin.

Die größte Ausgleichsmöglichkeit verhinderte Gästetorfrau Fischer, als sie einen Kopfball der 16-jährigen Aida Kardovic gerade noch zur Ecke drehte.

Knüppeldick für den SVW kam es dann in den letzten fünf Minuten. In der 88. Minute sorgte Gästespielführerin Anja Selensky für das 1:3 und in der 91. Minute stellte die gerade erst eingewechselte Madlen Weinhardt den Endstand her.

Selbst Gästetrainer Saban Uzun bezeichnete den Sieg seiner Mannschaft als zu hoch ausgefallen, konnte aber damit gut Leben im Vergleich zu seinem Kollegen Daniel Pfeuffer.

Es spielten:

Gülpers, Haberäcker, L. (Grimm, M.), Schellenberg, Grimm, A., Hofrichter, Haberäcker, M., Hampicke, Brückner (Kardovic), Heisel (Schomber), Hofmann, Rößler

Quelle: FLZ Ansbach



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