Frauen I - 2. Bundesliga
SVW verliert knapp gegen Tabellenführer
26.03.2017

Am Sonntag war die 1. Damenmannschaft des SV 67 Weinberg zu Gast bei der TSG Hoffenheim II, die derzeit den 1. Tabellenplatz der 2. Bundesliga Süd belegen.

Nach den letzten Siegen wollte man unbedingt an die gezeigten Leistungen anknüpfen und die Siegesserie fortsetzen.

Zudem hatte man seit langer Zeit zum ersten Mal die Chance den Relegationsplatz zu ergattern.

Da man bereits aus dem Hinspiel wusste, dass man gegen die TSG auf eine enorm spielstarke Mannschaft trifft, setzte das Trainerteam Pfeuffer/Schellenberg/Wittmann auf eine defensive Grundausrichtung und versuchte über ein schnelles Umschaltspiel zu Konterchancen zu kommen.

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und Weinberg stand tief in der eigenen Hälfte.

Trotz des Abwehrbollwerks hätte man aber beinahe in der 6. Minute einen Gegentreffer hinnehmen müssen, doch die erneut starke Torfrau des SVW, Anke Gülpers, klärte im 1-gegen-1 gegen die durchstartende TSG-Stürmerin.

Im weiteren Verlauf machten die Gastgeber weiter Druck auf die SVW-Defensive, so dass man sich kaum befreien konnte und nahezu ausschließlich mit der Verteidigung beschäftigt war.

Die TSG spielte trotz der engen Räume gefällig auf und zeigte ein variables Angriffssspiel, was den SVW enorm herausforderte.

In der 10., 12. und 14. Spielminute war es zweimal dem Glück und einmal Anke Gülpers zu verdanken, dass man nach Schussversuchen nicht frühzeitig in Rückstand geriet.

Ein erstes Lebenszeichen in der Offensive zeigte der SVW erst in der 29. Minute, als man einen schnellen Konter über drei Stationen spielte.

Der anschließende Querpass in den Strafraum fand mit Angelika Rößler seinen Abnehmer, die jedoch im entscheiden Moment noch durch eine Abwehrspielerin gestört werden konnte.

Die Gäste versuchten, dass 0:0 in die Halbzeitpause zu retten und verteidigten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

In der 44. Minute musste man sich aber doch geschlagen geben.

Nach einer sehenswerten Kombination wurde der Ball über die Abwehrreihe des SVW in den Lauf von der durchstartenden Jana Beuschlein gehoben, die Gülpers keine Abwehrchance ließ und sicher zum 1:0 einnetzte.

Die Enttäuschung in der Halbzeitpause war groß, da man den Gegentreffer zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kassierte.

Da man in der ersten Halbzeit kaum für Entlastung sorgen konnte und nahezu keine Gefahr in der Offensive ausstrahlte, setzte das Trainerteam auf „Alles oder Nichts“ und gab eine sehr offensiv ausgerichtetes Angriffspressing für die zweiten 45 Minuten aus.

Die Gastgeber bekamen plötzlich enorme Probleme, ihr zuvor sicheres Kombinationsspiel aufzuziehen und der SVW fand stark zurück ins Spiel.

Zwar musste man immer wieder gefährliche Konter der TSG hinnehmen, welche jedoch selten zu Torchancen führten.

In der 54. Minute hätte man beinahe den Ausgleich erzielt.

Nach einem Freistoß von Katharina Hampicke setzte sich SVW-Kapitän Nina Heisel stark im Kopfballduell durch, doch der wuchtige Kopfball flog knapp über das TSG-Gehäuse.

Weinberg ging bis zum Ende ein sehr hohes Tempo und investierte erneut viel, um den Punktgewinn doch noch zu realisieren.

Leider war das Glück dieses Mal nicht auf Weinberger Seite und der Ball wollte einfach nicht ins Netz.

Alles in allem geht der knappe 1:0-Sieg in Ordnung, da die TSG vor allem im ersten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft war und man sich aufgrund der vielen Torchancen nicht über einen höheren Pausenrückstand beschweren hätte dürfen.

Der enorme Kraftakt der Weinberger Mädels in der zweiten Halbzeit hätte jedoch einen Punktgewinn verdient gehabt.

Die gezeigte Leistung gegen den wohl stärksten Gegner der Liga wird den SVW jedoch nicht zurückwerfen, sondern hat eher noch zum steigenden Selbstbewusstsein beigetragen.

Am nächsten Sonntag hat man bereits die nächste Chance, weitere Punkte im Abstiegskampf einzufahren.

Dieses Mal wird der 1. FC Saarbrücken zu Gast sein, gegen den man bereits eine starke Leistung im Hinspiel zeigte, sich aber am Ende unglücklich mit 2:0 geschlagen geben musste.

 

Es spielten:

Gülpers, Schellenberg, Hampicke, Grimm, A., Hofrichter (Grimm, M.), Haberäcker, L., Haberäcker, M. (Riess), Hofmann, Brückner, Heisel, Rößler (Kardovic)



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