Frauen I - 2. Bundesliga
SVW holt leider nur einen Punkt
23.04.2017

Am heutigen Sonntag stand für die Mädels des SV 67 Weinberg vieles auf dem Spiel.

Zu Gast war die Reserve des 1. FFC Frankfurt, die sich im gesicherten Mittelfeld befinden, und lediglich ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte behaupten und ihre Auswärtsbilanz verbessern wollten.

Dank des 1:1-Unentschieden der direkten Konkurrenten, SC Sand II und TSV Crailsheim, bat sich die große Möglichkeit mit einem Dreier in unmittelbare Schlagdistanz zum Relegationsplatz und dem ersten direkten Nichtabstiegsplatz zu kommen.

Leider musste man mit Schellenberg, Hofmann, Grimm, A. und Riess gleich auf vier sehr wichtige Spielerinnen verzichten und es war von Anfang an klar, dass man nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung zum Erfolg kommen kann.

Das Team startete gut in die Partie und man versuchte die Gäste aus Frankfurt bereits im Spielaufbau unter Druck zu setzen.

Der Plan ging zu Beginn der Partie gut auf und man hielt den Gegner größtenteils vom eigenen Tor fern.

In der 10. Minute wurde die gute Anfangsphase beinahe belohnt.

Nach einem direkten Freistoß aus halblinker Position, konnte die Gästekeeperin den Ball nur nach vorne fausten, wo Julia Brücker goldrichtig stand und den Ball in Richtung leeres Tor hob.

Als alle den Ball schon im Netz sahen, konnte eine Abwehrspielerin den Ball aber gerade noch mit einer akrobatischen Aktion auf der Torlinie klären.

Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Gäste immer besser ins Spiel und der SVW verlor mehr und mehr den Zugriff im Mittelfeld.

In der 42. Minute wäre die Schwächephase beinahe mit dem Rückstand bestraft worden, als ein Torschuss der Gäste nur knapp am SVW-Gehäuse vorbeiflog.

Mit dem leistungsgerechten Unentschieden ging es dann in die Kabinen und es war für jeden klar, dass das erste Tor des Spiels entscheidend sein kann.

Das Trainerteam setzte daher weiter auf eine offensiv ausgerichtete Spielweise, um wieder zurück in die Partie zu finden.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte sich das gleiche Bild, wie in der ersten Halbzeit.

Der SVW kam wieder besser in die Zweikämpfe und der Gegner hatte Probleme, sich spielerisch durch das Mittelfeld zu kombinieren.

Doch auch diese gute Phase des Spiels war nur von kurzer Dauer, bevor die Frankfurter wieder besser ins Spiel kamen.

In der 61. Minute war es SVW-Keeperin Anke Gülpers zu verdanken, dass man nicht in Rückstand geriet, als sie einen scharf und platzierten getretenen Torschuss mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte.

Nur knapp 5 Minuten später war aber die Heimmannschaft wieder am Drücker.

Nina Heisel tankte sich nach einem schnellen Umschaltspiel gut über die rechte Außenbahn durch und schlenzte den Ball aufs lange Eck.

Die Frankfurter Keeperin hatte aber noch die Hände am Ball und konnte im Nachfassen sogar sicher entschärfen.

Nahezu im direkten Gegenzug kam es dann ganz bitter für den SVW.

Ein langer Ball von der linken Seite konnte nicht schnell genug geklärt werden und es wurde im eigenen Strafraum sehr brenzlig.

Die junge Anna Hofrichter kam dann als Erste zum Ball und versuchte den Ball aus der Gefahrenzone zu schießen.

Leider stand eine Frankfurter Spielerin genau richtig und wurde so angeschossen, dass der Ball unhaltbar im eigenen Netz landete.

Die Mädels zeigten sich kurz geschockt, aber bewiesen dann erneut eine tolle Moral.

Nur drei Zeigerumdrehungen später erzwang Nina Heisel nämlich ihr Glück mit einer Einzelleistung.

Als sie sich auf der linken Seite stark gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte, konnte zwar ihr erster Torschuss durch die Keeperin abgewehrt werden, doch im Nachschuss netzte Heisel aus sehr spitzem Winkel trocken zum 1:1 ein.

Der Jubel war groß und das Team spielte in der Endphase komplett auf Sieg.

In der 87. Minute wäre das Risiko beinahe belohnt worden.

Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte wurde SVW-Youngster Aida Kardovic mit einem langen Ball über die Abwehr auf die Reise geschickt.

Im 1 gegen 1 mit der Gästekeeperin hatte sie aber leider das Nachsehen, als diese den Schuss stark parierte.

Beide Teams wollten im Anschluss den Dreier für sich behaupten, doch es blieb beim leistungsgerechten Unentschieden.

Für den SVW fühlt sich der gewonnene Punkt jedoch eher wie zwei verlorene Punkte an, da man nun weiterhin vier Punkte Abstand zum Relegationsplatz hat und bereits im nächsten Spiel, mit dem 1. FC Köln, der wohl schwerste Brocken der Liga wartet.

Das Team hat jedoch deutlich gezeigt, dass man sich noch nicht geschlagen gibt und weiter an das Erreichen des Relegationsplatzes glaubt.

 

Es spielten:

Gülpers, Hampicke, Grimm, M., Haberäcker, L., Haberäcker, M., Hofrichter, Brückner, Kardovic, Rößler (Kellermann), Wischgoll (Rabe), Heisel



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