Frauen I - 2. Bundesliga
Aus der Traum vom Klassenerhalt
14.05.2017

Am vergangenen Sonntag wurde der Abstieg der 1. Damenmannschaft des SV 67 Weinberg endgültig besiegelt.

Beim 2:3 gegen den Abstiegskonkurrenten und Lokalrivalen, TSV Crailsheim, zeigte man nur eine mäßige Leistung und man musste sich am Ende verdient geschlagen geben.

Für beide Teams ging es um Alles und es war den Mädels anzumerken, dass man das Spiel um jeden Preis gewinnen wollte.

Leider brachte man die hohe Motivation nicht auf den Platz und man wurde in der Anfangsphase vom Gegner regelrecht überrannt.

Bereits nach einer Spielminute hätte der TSV durch Lisa Wich in Führung gehen können, als sie nach einem Diagonalball frei vorm SVW-Gehäuse auftauchte.

Ihr anschließender Torabschluss verfehlte das Tor aber deutlich.

Nur einige Minuten später, sollte dann aber doch die frühe Führung für die Gäste fallen.

Erneut war es ein Diagonalball, der die SVW-Abwehr in Bedrängnis brachte.

Dieses Mal kam Rechtsverteidigerin Leonie Haberäcker einen Schritt zu spät und holte Wich, die bereits abgeschlossen hatte, von den Beinen.

Folgerichtig entschied die Unparteiische auf Strafstoß, den Luisa Scheidel sicher zum 0:1 verwandelte.

Die Mädels zeigten sich anfangs geschockt, haben den Weckruf aber offensichtlich benötigt.

Fast im direkten Gegenzug hatte Nina Heisel die Führung auf dem Fuß, doch ihr Schuss konnte durch die TSV-Keeperin abgewehrt werden.

Im weiteren Verlauf kamen die Gastgeber besser ins Spiel, doch man musste bis zur 24. Minute warten, ehe der fällige Ausgleichstreffer fiel.

Katharina Hampicke trat einen Eckball halbhoch auf den ersten Pfosten.

SVW-Kapitän Nina Heisel stand goldrichtig und verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf ins lange Eck zum 1:1-Ausgleichstreffer.

Der Jubel war noch nicht verstummt, da musste man bereits den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Nach einer Flanke von der rechten Seite, stieg Claudia Nusselt am zweiten Pfosten am Höchsten und köpfte aus knapp einem Meter unhaltbar ein.

Die Gastgeber ließen sich durch den erneuten Rückstand aber nicht aus der Ruhe bringen und versuchten weiter alles.

Vor allem im Konterspiel über die Außenbahn strahlte man Gefahr aus.

Einer dieser Konter hätte beinahe zum Ausgleich geführt.

Nina Heisel setzte sich auf der rechten Außenbahn stark gegen zwei Gegenspieler durch und bediente die mitgelaufene Christina Schellenberg.

Ihr anschließender Abschluss aus kurzer Distanz landete aber leider direkt in den Armen der Gästekeeperin.

In der 40. Spielminute fiel aber doch das enorm wichtige 2:2.

Wieder war es ein Angriff über die rechte Außenbahn, der die Torchance einleitete.

Heisel brachte von der rechten Seite eine scharfe Flanke in den Strafraum, wo Schellenberg alles in den Kopfball warf und zum Ausgleich einköpfte.

Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeitpause und das Spiel stand auf Messers Schneide.

Man wollte noch einmal alle Kräfte bündeln und mit einfachen Spielzügen zum Erfolg kommen.
Leider ließ man im zweiten Durchgang alle Vorsätze vermissen und fand keinen wirklichen Zugriff mehr auf die Partie.

In der 57. Minute dann die Vorentscheidung.

Nach einem Angriff über Außen, schaffte man es gleich mehrfach nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bekommen.

Die aufgerückte Klenk stand bei einem zentralen Abpraller perfekt und wuchtete den Ball zum 2:3 in die Maschen.

Danach folgten nur noch wütende Angriffe der Gastgeber, doch es kam kein Spielfluss mehr zusammen.

So blieben die Torversuche bis zum Schluss vergeblich und man musste eine sehr bittere Niederlage hinnehmen.

Da die Reserve des SC Sand überraschen gegen den FC Bayern II siegte, bedeutete die eigene Niederlage den Abstieg in die Regionalliga.

Die Enttäuschung nach dem Spiel war entsprechend groß.

Zwar war bereits vor der Saison klar, dass man vor einem äußerst schwierigen Jahr steht.

Da man aber, nach nur einem Punktgewinn aus der Hinrunde, den Abstiegskampf bis zum Schluss noch derart spannend gestalten konnte, fällt der Abstieg aus der 2. Bundesliga doppelt schwer.

Vielleicht kann man, nachdem die erste Enttäuschung verflogen ist, trotzdem mit einem gewissen Stolz auf die Rückrunde blicken, in der man für einige Überraschungen sorgen konnte und die Sensation beinahe geschafft hätte.

 

Es spielten:

Gülpers, Hampicke, Hofrichter, Grimm, A., Haberäcker, L., Haberäcker, M. (Riess), Brückner, Hofmann (Wischgoll), Kardovic, Heisel (Rößler), Schellenberg



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